WISSENSCHAFT:

In Österreich ist das Wittgenstein-Projekt zur regionalen Erforschung von Globalisierung abgeschlossen wurden.

Wittgenstein-Projekt nach sechs Jahren abgeschlossen derStandard.at – Wien, Austria

Der Forschungsschwerpunkt wurde an der jüngst ausgebauten Forschungsstelle Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) eingerichtet. Der Abschlussbericht samt Abrechnung ging jüngst an den Wissenschaftsfonds FWF. Das Resultat bewegt sich zwischen vollkommener Abschottung und komplettem Aufgehen im “Neuen”, resümmiert der Kulturanthropologe Gingrich, der sich der Globalisierung gewidmet hatte. Diese kritische Reflexion besagt einmal mehr, das die Pauschalisierung, alles unterliege einem flächendeckenden Globalisierungsvorgang, so nicht haltbar ist. Der Standard.de bemerkt kritisch zu Armenien und bezieht sich darauf auf die Studie:

Ein negatives Beispiel für Selbstbehauptung ist etwa die Tendenz zum
Nationalismus. Das Problem ist dem Wissenschafter zufolge innerhalb der EU und an ihren Rändern in den vergangenen zehn Jahren nicht schwächer geworden. In Armenien und den Staaten des ehemaligen Jugoslawien erkannte sein Team ähnliche Entwicklungen. Der starke westliche Einfluss in Richtung Menschenrechte, Demokratisierung und Ausrichtung auf den globalen Markt wird dabei nicht nur als positive Einwirkung empfunden, sondern als “ungehörige Einmischung”. Eine zunehmende Liberalisierung könne auch zu negativen Wirkungen wie etwa Organhandel, Verschleppung und Prostitution führen. Als Gegenreaktion sei beispielsweise eine starke Traditionalisierung von Familie zu erkennen.

Nachschlagewerk für Praktiker
Aufbauend auf die Ergebnisse des Wittgenstein-Projekts “Lokale Identitäten und überlokale Einflüsse” wollen die Forscher um Andre Gingrich in einem dreibändigen Handbuch zur Globalisierung Praktikern ein Nachschlagewerk an die Hand geben. Das Manuskript wird im Winter beim Verlag abgegeben. (APA)

Link Forschungsstelle Sozialanthropologie

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