Flora im Kaukasus – Botanische Wanderungen in Kazbegi, Bakuriani und am Schwarzen Meer

Blick auf das Tergi-Tal bei Kazbegi

Wiese am Lomis Mta im Nationalpark Borjomi-Kharagauli

Der Kaukasus ist für seinen Pflanzenreichtum bekannt, wobei der Mitteleuropäer zunächst an die Bergwelt des Großen Kaukasus denkt. Jedoch rechnet man auch sein Vorland, den südlich gelegenen mittelgebirgsartigen Höhenzug des Kleinen Kaukasus und dessen Hochflächen sowie die dazwischen liegende weite Ebene, die Südkaukasische Senke, mit der Kura als Hauptfluß und weitere Gebiete dazu. Große Teile davon liegen auf dem Gebiet der Republik Georgien. Der Kaukasus selbst ist eine Klimascheide zwischen dem nördlichen außertropischen und dem südlichen subtropischen Klima. Der nord-südlich verlaufende Höhenzug bei Surami trennt das immerfeuchte Einzugsgebiet der Rioni-Niederung von dem der sommertrockenen Kura-Niederung.
Der häufig wechselnde geologische Untergrund, die Höhenstufe und in enger Verbindung damit die jährliche Niederschlagsmenge bilden die Voraussetzung für eine sehr reichhaltige Pflanzenwelt. Für den gesamten Kaukasus werden 6530 Arten von Blütenpflanzen genannt, davon sind 1600 Endemiten, z. T. als tertiäre Reliktflora. In Georgien gibt es etwa 4200 Blütenpflanzenarten. Der größte Teil dieser Arten ist im Gebirge verbreitet und an die bekannten charakteristischen Vegetations-Höhenstufen gebunden. Beispielsweise wurden in Georgien 20 Orchideen-Gattungen mit 51 Arten nachgewiesen. Seit etwa 200 Jahren wird die Flora des Kaukasus von namhaften Botanikern erforscht.

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